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Mikrobiologie

Direktor:
Prof. Dr. med. Christian Bogdan

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Infektionskrankheiten bei Flüchtlingen und Asylsuchenden

Einladung zur Fortbildungsveranstaltung

Überall, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen oder zusammenleben, können sich Infektionskrankheiten verbreiten. Dies betrifft Flüchtlinge sowohl auf ihrem Fluchtweg als auch im Rahmen ihrer Unterbringung in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften.

Zahlenmäßig am häufigsten sind dabei Atemwegsinfektionen und gastrointestinale Infektionen mit wohlbekannten Erregern wie Influenzaviren, Noroviren oder Rotaviren. Auch für die Tuberkulose ist bei Flüchtlingen von einem erhöhten Expositionsrisiko und damit auch von einem erhöhten Erkrankungsrisiko auszugehen. Andere chronische Infektionen wie die Hepatitis B und C oder die HIV-Infektion sind in vielen Herkunftsländern ebenfalls häufiger als bei uns. Da bei Flüchtlingen aufgrund des Zusammenbruches der Gesundheitsversorgung in ihren Herkunftsländern mitunter auch der Impfschutz unzureichend geworden ist, spielen auch Erkrankungen wie Masern, Windpockenund Keuchhusten eine Rolle. Darüber hinaus kommen in Abhängigkeit vom Herkunftsland akute oder chronische Infektionen mit verschiedenen parasitären Erregern bei Flüchtlingen vor. Ungünstige hygienische Verhältnisse auf der Flucht können schließlich auch zu einem Befall mit Ektoparasiten wie Krätzmilben oder Kleiderläusen führen. Letztere sind bekannt als Vektoren für bakterielle Infektionskrankheiten, die in Deutschland sonst selten geworden sind. Bei Flüchtlingen müssen daher eine Reihe von Infektionskrankheiten in die Differenzialdiagnose einbezogen werden. Demgegenüber ist die Wahrscheinlichkeit, dass von Flüchtlingen eine Gefahr für die Allgemeinbevölkerung durch dieEinschleppung von Infektionskrankheiten ausgeht, äußerst gering.

In unserer Fortbildungsveranstaltung möchten wir Ihnen mit Beiträgen aus den diagnostischen Laboratorien und aus dem öffentlichen Gesundheitsdienst aufzeigen, mit welchen Problemen durch Infektionskrankheiten bei Flüchtlingen zu rechnen ist. Wie immer würden wir uns sehr freuen, Sie hierzu begrüßen zu dürfen.

Prof. Dr. med. Christian Bogdan
Prof. Dr. med. Klaus Überl

Datum

Datum: 02.03.2016
Uhrzeit: 18.15 - 20.30 Uhr

Raum

Hörsaal Mikrobiologie

Adresse

Wasserturmstr. 3-5
91054 Erlangen

Hinweis zum Veranstaltungsort: nicht barrierfrei zugänglich

Zielgruppe

  • Ärzte

Fortbildungspunkte

3

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